Quelle Magdeburger Stadtteilblatt
Stadtfelder
Ausgabe 04/03 28.März 2003, Seite 2
Erlaubnis zur Darstellung hier ist erteilt.

Wir stellen vor: Peter Dunsch, Karikaturist
Der lange Weg vom Feuerwehrschlauch zum spitzen Bleistift ...

(KH)
Er erblickte 1947, wie er selbst sagt, "als Erstlingswerk zweier eng vertrauter Menschen das doch reichlich graue Licht des Chemiestandortes Leuna". Erlernte einer alten Familientradition folgend nach dem Schulbesuch den Beruf des Feuerwehrmannes. Peter Dunsch, Karikaturist mit Leib und Seele.

Schon früh entdeckte er die Liebe zur Beobachtung seiner Umwelt und die Umsetzung dieser Beobachtungen auf satirische Art und Weise.

Veröffentlichte, nachdem er Ende der 70er/Anfang der 80er Jahre den Duft der großen weiten Welt schnuppern konnte, in Mosambik nämlich, 1982 erste Karikaturen in Feuerwehr und Polizeizeitungen. Seinerzeit machte er dann auch die Erfahrung, dass autodidaktisches Wirken allein nicht befriedigt, und ließ sich in einem Magdeburger Zeichenzirkel bei W. Paulke und dem Hallenser Karikaturisten A. Epperlein "beschulen".

So mit dem nötigen Rüstzeug ausgestattet, strebte er das Stempelchen von der zentralen Gutachterkommission Bildende Kunst (der Noch-DDR) an, um damit endlich auch künstlerische Honorartätigkeit ausüben zu können. Prüfungsthema in Form der Vorlage gezeichneter Belege seinerzeit das "Trojanische Pferd"


(eine Karrikatur aus diesem Buch)

1991 folgte mit "Wasser Marsch"

das erste eigene Buch.

Seit 1993 ist Peter Dunsch im Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt beschäftigt, und zwar im Bereich Kinder- und Jugendkriminalität. Im Rahmen dieser Tätigkeit rief er die LKA-Malheftserie "Das bärenstarke Ausmalheft" ins Leben und ist damit vermutlich der "einzige Kriminalist, der in der Dienstzeit und mit dem Segen der Obrigkeit Strichmänner zeichnen darf!" Mitte 2000 erreichte bereits das 1.000.000. Exemplar, das bei der Kriminalprävention im Kindesalter genutzt wird, seinen kleinen Leser. Überhaupt macht ihm die Arbeit mit Kindern viel Freude. Sie verstehen mitunter schneller als die Experten, einfach weil sie spontaner und aufgeschlossener sind.

Neue Projekte mit ihnen und für sie sind angedacht, sowohl im ersten als auch im zweiten Beruf.So ist momentan "Sachsen-Anhalts schönstes Kinderbuch" in Arbeit und steht kurz vor der Fertigstellung. Ohne zuviel vorweg nehmen zu wollen, sei nur soviel verraten, auch "große" Kinder sollten sich dieses Buch nicht entgehen lassen, zumal es momentan eher wenig zu lachen gibt.

Eines steht jedenfalls fest, von Peter Dunsch wird man garantiert noch hören oder in seinem Fall wohl eher lesen ... ,

 

PRESSE-Stimmen:
Quelle: Magdeburger-Volksstimme vom 03.09.2004

Der Männchen - Maler mit den "Super-Tipps"

Peter Dunsch zeichnet Peter Dunsch:
So sieht sich der Polizist bei der Arbeit mit digitalem Stift und elektronischem Papier







Peter Dunsch (56) malt Männchen.
Im Auftrag des Landeskriminalamtes entwirft der Kommisar seit 1995 Ausmalhefte für Kinder der im Grundschulalter. Zur Krimiminalitätsprävention - Strichmännchen als Dienstauftrag sozusagen. 24 Hefte sind bereit schienen, zwei Millionen Exemplare ausgeliefert.Verteilt in Schulen und Kindergärter Sachsen-Anhalt, Heft 12 sogar bundesweit.
Die Themen:
Diebstahl über Verkehrserziehung,
bis Brandschutz und Raub.
Das 25. Heft kommt Anfang November.
Titel: "Streithähne".
Worum geht's? "Verbale Gewalt. Hier liegt oft die Wurzel für echte Gewalt. Kinder sollen lernen zu argumentieren, nicht zu beschimpfen", so der Kriminalbeamte.
Dunschs Malheft-ldeen kommen aus der Kriminalstatistik. Oder aus Polizei-Meldungen wie sie jeden Tag in der Volksstimme stehen. Dann setzt der ehemalige Feuerwehrmann an seinen Computer. Malt mit digitalem Stift auf elektronischen Tablett seine "bärenstarken Bilder.

Im November 2004 soll es ein großes Sammelwerk geben. Diesmal nicht über das
LKA, sondern einen privaten Verlag vertrieben. "Super-Tipps vom Bär mit Grips" wird es heißen. Untertitel:
Bild (ungs) geschichten für Kinder".
Das Büchlein ist zwar schon ausgemalt, um neue Bildei ergänzt. Doch inhaltlich bleibt es beim Alten: Kriminalitätvorbeugung für Kinder von vier bis 12 Jahren.

Auch die "Großen" können sich mittlerweile einen echten Dunsch gönnen:
seit einiger Zeit sind seine Bücher
"Wasser Marsch"


(Feuerwehrkarikaturen) und
"Trojanische Pferde"

(Polit-Satire)

im Handel.
Beide Werke sind natürlich außerhalb seiner Dienstzeit entstanden. Darauf legt Peter Dunsch Wert. Denn im LKA haftet ihm der Ruf des
"Künstlers" an. Dabei ist er in erster Linie Kommissar - mit der  Lizenz zum Malen.

(ali),

Pressestimmen und Leseprobe zum Malheft:

"WASSERSTRAßEN"


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Quelle: www.uni-magdeburg.de/unirep/UR2005/november2005/woerterbuch.htm

Unter den zahlreichen Publikationen, die anlässlich des 1200-jährigen Jubiläums Magdeburgs erscheinen, wird diese wohl eine der populärsten. Das merkte man den zahlreich erschienen, zumeist älteren, Magdeburgern deutlich an, die im September 2005 mit großem Vergnügen die Präsentation des Machdeburjer Wörterbuches verfolgten.

Musikalisch eingestimmt
Eingestimmt durch die heimliche Magdeburger Nationalhymne Mein Magdeburg am Elbestrand aus dem leider verschollenen musikalischen Lustspiel Das Glück im Kreuzgangwinkel, engagiert vorgetragen von Aline Krieger und Frank Hohenberg, reagierte das Publikum begeistert auf die Vorträge der Autoren in der heimischen Mundart. Diese hatten sich im Jahre 2001 in einem Volkshochschulkurs zusammengefunden, der von Dr. Ursula Föllner vom Institut für Germanistik der Universität geleitet wurde und sich mit der Magdeburger Umgangssprache beschäftigte. Dabei konnten sich die späteren Autoren zudem auf die Auswertung zahlreicher Fragebogen und die engagierte Mitarbeit der Elbestädter stützen. Aus dem Volkshochschulkurs ging mit dem Beistand des Instituts für Germanistik eine Arbeitsgruppe hervor, welche nun die Ergebnisse ihrer Erkundungen veröffentlichte.

Nach einführenden Beiträgen zur Entstehung des Magdeburgischen und zum Ortsnamen Magdeburg folgt das eigentliche Wörterbuch. Nach Sachthemen wie „Ballertralle und Sabberack" oder „Bötel und Eiback" geordnet, wird die Sammlung von Sprachbeispielen und Texten sowie Rezepten und Anekdoten ergänzt und durch die vergnüglichen Zeichnungen von Peter Dunsch anschaulich illustriert. In der überaus populären Darstellungsform des Wörterbuches liegt allerdings wohl auch ein kleiner Nachteil. Manchmal hätte sich der Leser mehr Informationen zur Herkunft und ursprünglichen Bedeutung des als typisch magdeburgisch empfundenen Wortschatzes gewünscht.

Die Prilleken beispielsweise (abgeleitet vom niederdeutschen prülken, Teig kneten und rollen, Prülker ist eine alte Bezeichnung für den Bäcker) werden die Braunschweiger für sich reklamieren, wurden diese doch bereits erstmals 1463 in einer Abrechnung des Ägidienklosters urkundlich erwähnt. Und die Matzbläke (eigentlich: „Quarkmaul") beanspruchen die Hallenser als urhallisches Wort für ihren Nachwuchs. Aber vielleicht bleiben derartige Ergänzungen auch einer nächsten Ausgabe vorbehalten.

Wenn man beobachtet hat, wie geduldig die Zuhörer nach der Veranstaltung am Stand des dr. ziethen verlages anstanden, um sogleich ein Exemplar des Machdeburjer Wörterbuches mit nach Hause zu nehmen, wird eine Nachauflage sicher bald notwendig werden.

Gerald Christopeit

Das Machdeburjer Wörterbuch: Eine Plauderei über die Sprache unserer Stadt Magdeburg; herausgegeben von Ursula Föllner unter Mitarbeit von Ursula Eltzsch, Ruth Krafzik, Hannelore Märtens, Dörte Nessler, Herbert Rasenberger; Zeichnungen von Peter Dunsch; erschienen im dr. ziethen verlag, Oschersleben, 2005; ISBN 3-938380-21-7; Preis: 10,15 Euro.
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